Traumapädagogik in psychosozialen Handlungsfeldern

Ein Handbuch für Jugendhilfe, Schule und Klinik

Autor(en)
  • 1. Auflage - 2014
  • 296 Seiten
  • ISBN 978-3-525-40240-5

Was haben eine aufgeweckte 17-jährige Jugendliche, die im Hilfeplangespräch beim Eintritt ihres Vaters für die nächsten neunzig Minuten erstarrt und verstummt, eine 90-jährige Frau im Altersheim, die beim russischen Akzent des neuen, ihr liebevoll zugewandten Pflegers in Panik gerät, und der sechsjährige Schüler, der bei der Berührung der Lehrerin am Arm zur Erinnerung an seine Hausaufgaben zu schreien und um sich schlagen beginnt, gemeinsam? Bei allen Dreien könnten es traumatische Erfahrungen und fragmentierte Wiedererinnerungen aus der Kindheit sein, die dazu führen, dass sie plötzlich mit heftigen Emotionen und Anspannungszuständen reagieren.
Erkenntnisse der Psychotraumatologie haben in den letzten Jahren Einzug in die Pädagogik gehalten, Konzepte der Sozialen Arbeit und der Pädagogik haben eine psychosoziale Traumatologie hervorgebracht. Psychosoziale Fachkräfte stoßen im Alltag im Umgang mit traumatisierten Mädchen und Jungen jedoch immer wieder an die Grenzen ihrer fachlichen Möglichkeiten. Traumapädagogik versteht sich hier als eine neue Fachrichtung, um psychosoziale Fachkräfte in ihrer Arbeit zu unterstützen und traumatisierten Kindern und Jugendlichen wieder eine adäquate Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen. Das Buch versteht sich als Handbuch für die Praxis in ambulanten und stationären Betreuungssettings, in der Schule, im Kindergarten oder in anderen psychosozialen Hilfesystemen. Es vereint traumapädagogische Grundlagen und informiert differenziert über ganz verschiedene Zielgruppen und sehr unterschiedliche Handlungsfelder.

978-3-525-40240-5

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